Erfolgreiche Jahre mit BMW Motorsport

2007

Ein traditionsreiches Jahr. Zum ersten Mal fährt Vater und Sohn (Johannes) gemeinsam auf einem Schubert BMW Z4 M Coupe und stehen fünf Mal als Sieger auf dem Treppchen. Beim zweiten Lauf zur VLN Rennserie hat Strietzel einen der schwersten Unfälle seiner Karriere und muss mit einem gebrochenen Brustbein, Herzquetschung und Lendenwirbelabsplitterung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Bereits nach 6 Wochen Zwangspause nahm er wieder beim 24 Std. Rennen am Nürburgring teil und erzielte den fünften Gesamtrang und einen Klassensieg.
Im Dezember lehnte er eine Verlängerung seines BMW Vertrages ab und folgte dem Ruf der Volkswagen AG um dort, als Berater des Konzerns in Sachen Motorsport, eine neue Herausforderung anzunehmen.

Als Abschiedsgeschenk bei der BMW Motorsportparty, überreichte Dr. Mario Theissen nach einer sehr emotionalen Rede für seine weitere Zukunft, einen Stadtplan von Wolfsburg.

2006

Das Jahr beginnt mit einem Sieg eines weiteren Langstrecken Klassikers, die 24 Stunden von Dubai. Im Team Duller Motorsport gewinnt Strietzel zusammen mit Dieter Quester und Phillip Peter die 24 Std. auf einem BMW M3.
Beim zweiten Lauf zur GP Masters Serie in Katar (AE) scheidet er nach Kollision mit Stefan Johannson aus. Beim vorerst letzten Lauf der GP Masters in Silverstone (GB) verpasst er knapp das Treppchen und wird in einem spannenden Regenrennen Vierter. Bei der VLN Meisterschaft auf dem Nürburgring erzielt er im Team Schubert Motorsport auf einem BMW 120d mehrere Klassensiege. Als Fahrer eines vom Team Allgäuer eingesetzten MAN Race Trucks nimmt Strietzel beim Truck Grandprix am Nürburgring teil und wird Fünfter.

2005

Nachdem im Februar bekannt wurde, dass Hans-Joachim mit BMW wieder beim 24-Stunden-Rennen teilnehmen würde, begann sein Vorbereitungsprogramm. Gemeinsam mit Dirk Müller trat er im BMW M3 GTR beim ersten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft an. Das Rennen musste jedoch wegen dichten Nebels abgebrochen werden. Um weitere wertvolle Kilometer auf der Nordschleife zu sammeln, ließ Hans-Joachim zahlreiche Einsätze für Schubert Motors, auf einem BMW 320i, folgen. Dabei hatte er entscheidenden Anteil daran, dass seine Teamkollegin Claudia Hürtgen am Ende des Jahres den Titel in dieser Meisterschaft gewinnen konnte.


Am 7. Mai war es dann soweit. Hans-Joachim startete an der Seite von Jörg Müller und Dirk Müller beim Langstreckenklassiker auf dem Nürburgring, den er bereits drei Mal für sich entscheiden konnte. Das Trio hatte Pech und verbrachte viel Zeit für Reparaturarbeiten in der Box. Am Ende hatte Hans-Joachim aber doch allen Grund zur Freude. Der M3 GTR Mit der Startnummer 1 überquerte auf dem zweiten Platz die Ziellinie. Nur ein Auto legte mehr Runden in der Grünen Hölle zurück: der zweite BMW M3 GTR vom Team BMW Motorsport, pilotiert von Duncan Huisman, Pedro Lamy, Andy Priaulx und Boris Said.


Im Verlauf der Formel-1-Saison war Hans-Joachim wie gewohnt als Premiere-Experte im Einsatz und moderierte in Shanghai sogar seine erste eigene Talkrunde. Anschließend galt die Konzentration des Routiniers ganz der neuen GP-Masters Serie. Beim Debüt in Kyalami am 13. November, das Nigel Mansell gewann, belegte er nach einer starken Vorstellung den sechsten Rang.

2004

Hans-Joachim holt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring seinen dritten Gesamtsieg nach 1970 und 1998. Er gewinnt im BMW M3 GTR an der Seite von Jörg Müller und Dirk Müller.

"Es war das psychisch anstrengendste Rennen, bei dem ich je angetreten bin", meint Hans-Joachim nach der Zieldurchfahrt des BMW M3 GTR. "Die schwierigen Wetterbedingungen machten das Rennen zu einem ständigen Ritt auf der Rasierklinge. Aber es hat trotzdem gigantischen Spaß gemacht. Ich muss unbedingt ein großes Lob an die Techniker aussprechen. Sie haben uns einen perfekt funktionierenden BMW M3 GTR hingestellt."

Sieben Wochen später sichert sich Hans-Joachim gemeinsam mit den beiden Müllers den sechsten Gesamtrang beim 24-Stunden-Klassiker von Spa-Francorchamps. Zugleich erringt das Trio den Klassensieg in der GT2.
Zuvor hatte Hans-Joachim bereits zwei Rennen des Langstreckenpokals und einen Lauf der BELCAR-Serie auf dem Nürburgring gewonnen.

2003

Das Jahr beginnt ohne große Erwartungen. Doch dann kehrt Hans-Joachim in die USA zum BMW Team PTG zurück und tritt in der SCCA Pro Racing Speed GT Meisterschaft an.
Während der Endläufe des America's Cups wird sein Vertrag als BMW Markenbotschafter bis 2005 verlängert. Gespannt blickt er der Einführung der neuen Modelle Z4, X3 und der E60/61 5er Serie entgegen.

Seine Söhne Johannes und Ferdinand steigen in die Fußstapfen des Vaters und Großvaters und beginnen ihre Rennkarriere. Der 16 Jahre alte Johannes fährt in der VW Lupo Cup Serie in Deutschland und Ferdinand bestreitet mit nur 11 Jahren die norditalienische 60cc Go Kart Meisterschaft.

In einem BMW M3 GTR startet Hans-Joachim bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring. Bereits zu Beginn des Rennens tritt allerdings ein technisches Problem auf. Zwar arbeitet sich Hans-Joachim gemeinsam mit Boris Said, John Nielsen und Marc Duez wieder nach vorn, scheidet aber später nach einer Kollision aus.

2002

Da BMW nicht mehr in der ALMS antritt, fährt Hans-Joachim nur ein Rennen mit Team Scheid und dem V8 betriebenen M3. Es ist das ADAC 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Auch in diesem Jahr kann er es nicht beenden.

Hans-Joachim wird Sprecher für das BMW Engagement im America's Cup, ORACLE BMW Racing und verbringt drei Monate in Neuseeland. Ihm wird die besondere Ehre zuteil, als 17. Mann die Trainingsregatten auf einer der USA 76-Rennyachten mitzusegeln.

2001

Das dritte Jahr mit BMW Team PTG und Boris Said beginnt mit einem dritten Platz in Texas. Es ist gleichzeitig das letzte Rennen für den 6-Zylinder E46 M3. Das Debüt für den V8 betriebenen M3 GTR findet in Sears Point statt, wo er als Zweiter das Ziel erreicht. Er gewinnt in Portland und wird Dritter in Mosport. Hans-Joachim beendet die Saison mit einem Sieg in Petit Le Mans als Teamkollege von Boris Said und Bill Auberlen.

Seine fahrerischen Fähigkeiten bringen ihm die Ehre ein, den Streckenrekord auf der Nordschleife aufzustellen. Ihm gelingt dies in einem 750 PS starken, V12 angetriebenen BMW X5 Le Mans. Mit dem Ziel angetreten, die 20,8 Kilometer lange Rennstrecke in weniger als acht Minuten zu umrunden, schnellt er mit 311 km/h über die Geraden. Sein neuer Rekord liegt bei 7:49,92 Minuten. Das ADAC 24-Stunden-Rennen am Nürburgring mit Team Scheid kann er leider nicht beenden.